Stoffresteabbau: Noodlehead Zippy Wallet mit Tutorial

5. Januar 2016 9 Von Ronja

Heute gibt’s mal wieder einen Post zum Thema Stoffresteabbau mit einem kleinen Tutorial:

Dem ein oder anderen kommt die kleine Geldbörse sicher bekannt vor – das Zippy Wallet von Noodlehead.
Da die Anleitung auf Englisch und die Maßangaben in Zoll sind, teile ich heute meine eigene Anleitung.

Das braucht ihr:

– 2x Außenstoff 14 cm x 10 cm
– 2x Innenstoff 14 cm x 10 cm
– 2x Vlieseline H250 14 cm x 10 cm
– 1x Außenstoff 14 cm x 7 cm (für das Außenfach)
– 1x Innenstoff 14 cm x 7 cm (für das Außenfach)
– 1x Stoff für die Verschlusslasche, ca. 5 cm x 12 cm
– 1x Stoff für den Einfassstreifen, 5 cm x 14 cm
– 1x Stoff für die Schlaufe, 5 cm x 8 cm
– 1 Reißverschluss (bei mir 17 cm)
–  Druckknopf
–  Schlüsselring


Und so funktioniert’s:

Bevor ihr beginnt, wird die Vlieseline auf die beiden Außenstoffe gebügelt. Während die Stücke auskühlen, können wir schonmal mit den anderen Teilen loslegen.

Zunächst wird die Verschlusslasche genäht. Dafür faltet ihr euer Stoffstück einmal in der Mitte und zeichnet euch eine Rundung auf. 

Einmal nachnähen, die untere Kante bleibt offen:

Dann könnt ihr die Naht etwas zurückschneiden und die Lasche wenden und platt bügeln (bei mir ist alles ein bisschen schief geworden, das könnt ihr besser).

Die Lasche wird jetzt erstmal zur Seite gelegt.

Nun solltet ihr euch eure Schlaufe nähen. Dazu wird das Stoffstück einmal längs in der Mitte gefaltet, gebügelt und wieder aufgeklappt, wie hier.
Dann werden die Kanten zur Mitte gefaltet und gebügelt, alles zusammengeklappt und an den Seiten knapp entlanggenäht. Diesen Schritt habe ich leider nicht mitfotografiert, die Original-Anleitung kommt auch ohne Schlaufe aus. 

Als nächstes bügelt ihr euer Einfassband zurecht (so wie den Stoff für die Schlaufe, näht die Kanten aber nicht zu). Alternativ könnt ihr auch fertiges Schrägband verwenden oder eine Paspel einnähen, das sieht auch toll aus.

Die beiden Stoffstücke für die Außentasche werden jetzt mit den linken Seiten aufeinander gelegt und der Einfassstreifen folgendermaßen darauf platziert:

Dann wird der Streifen in der oberen Falz angenäht:

Der Streifen wird jetzt wieder zugeklappt und auf der Vorderseite angenäht:

Das ist jetzt eure Außentasche. Diese wird schonmal auf den Außenstoff genäht. 
Näht dabei möglichst knapp am Rand, damit die Naht später nicht zu sehen ist:

Als nächstes wird der Reißverschluss angenäht.
Dazu platziert ihr eure Verschlusslasche mittig an der oberen Kante auf dem Stoff, dann kommt der Reißverschluss darauf, Zähnchen nach unten:

Jetzt kommt noch der Innenstoff darauf, mit der rechten Seite nach unten. Am besten fixiert ihr euch die Lagen mit ein paar Stecknadeln, damit beim Nähen nichts verrutscht.

Jetzt könnt ihr mit dem Reißverschlussfuß entlang des Reißverschluss nähen. Mit der anderen Seite verfahrt ihr genauso, nur ohne die Lasche. Aufgeklappt sollte es dann so aussehen: 

Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, habe ich die Schlaufe schonmal platziert und mit einer kurzen Naht fixiert.

Jetzt geht es auch schon an’s Zusammennähen. Öffnet hierfür euren Reißverschluss mindestens bis zur Hälfte (das ist wichtig, damit ihr das Täschchen später wenden könnt!) und klappt die beiden Außenstoffe aufeinander, die Innenstoffe genauso.

Links vom Reißverschluss sind jetzt die beiden Innenstoffe mit den schönen Seiten aufeinander, rechts die Außenstoffe. Die beiden Quer gesteckten Nadeln markieren die Wendeöffnung, die im Futter gelassen wird.
Näht jetzt einmal rundherum bis auf die Wendeöffnung alles zu und schneidet eure Nahtzugabe etwas zurück, wenn nötig. Die Ecken werden vorsichtig gekappt:

Jetzt kommt auch schon der spannende Teil – das Wenden:

Die Wendeöffnung wird mit einer knappen Naht geschlossen:

Das Futter zurück in die Tasche geschoben und noch einmal bügeln. Jetzt muss nur noch der Druckknopf an die Lasche und das Gegenstück an der Außentasche befestigt werden.
Schlüsselring dran – fertig :)

Immer wenn ich ein paar Stoffreste in passender Größe habe, nähe ich zwischendurch ein oder 2 der kleinen Portemonnaies, so sind schon einige zusammengekommen.

Meine Version weicht in ein paar Punkten vom Original ab. Die Schlaufe mit dem Schlüsselring gibt es in der Anleitung von Noodlehead nicht, außerdem habe ich das Außenfach und die Verschlusslasche nicht mit Vlies verstärkt, da ich die Börsen auch so schon stabil genug finde. Ich hab sie sogar schonmal ganz ohne Bügelvlies genäht, das geht auch.
Auch die Maße entsprechen nicht ganz denen des Originals, da hab ich beim Umrechnen von inch in cm gerundet.

Durch die vielen kleinen Schnittteile kann man die süßen Täschchen super aus Resten nähen.
Wer gerne ein „richtiges“ und trotzdem handliches Portemonnaie nähen möchte, sollte sich meine Anleitung für ein kleines Portemonnaie einmal anschauen.

Verlinkt bei: Creadienstag und HoT.