Stoffresteabbau: Nadelaufbewahrung mit Anleitung

1. März 2016 10 Von Ronja

Das Ordnen und Sortieren an meinem Näh- und Bastelplatz scheint ein ewiger Prozess zu sein. Immer wenn ich denke, ich habe für alles das beste System gefunden, fällt mir eine praktischere Lösung ein. Das momentane Chaos lässt mich auch ein bisschen daran zweifeln, dass alles so gut aufbewahrt ist, wie ich bisher dachte ;)

Ganz klein hab ich also erstmal angefangen und ein neues Zuhause für meine Nähmaschinennadeln gezaubert. 
Die Stoffrestekisten sind dadurch auch wieder ein bisschen leerer geworden. Endlich!
Bis dahin hatte ich eine kleine Schachtel, in der die Packungen mit Nadeln ziemlich genau reingepasst haben. Leider hat der Deckel schon lange nicht mehr drauf gepasst und ganz optimal war das eh nicht. Eine andere Lösung musste also her.

Die Erleuchtung kam mir beim Durchstöbern von Pinterest. Während ich mir Reißverschlusstäschchen mit Sichtfenster angeguckt habe, kam mir die Idee für eine Nadelaufbewahrung aus Baumwolle und Vinyl.

Jedes der kleinen Fächer bietet Platz für ein bis zwei Packungen mit Nadeln, mehr hab ich von einer Sorte normalerweise auch nicht.
Mit einer Öse habe ich die einzelnen Fächer an einem Heftring befestigt, ein Karabinerhaken oder einfache Schlüsselringe erfüllen aber den gleichen Zweck.

Das wühlen in meiner Mini-Schachtel fällt also weg und etwas übersichtlicher ist es auch :)

Das braucht ihr:

– 2 Stoffstücke  9 cm x 7 cm
– 1 Stück Vinyl 6 cm x 7 cm
– Schrägband oder selbstgemachter Einfassstreifen 7 cm
– Heftring/Karabinerhaken
– Ösen und passendes Werkzeug

Optional: Wonderclips, Masking Tape

Und so geht’s: 

Als erstes näht ihr euer Schrägband (oder einfach einen selbstgemachten Einfassstreifen) an die längere Kante von eurem Vinylstück.

Dann legt ihr ein Stoffstück mit der rechten Seite nach oben auf eure Arbeitsfläche. Darauf kommt euer Vinylstück mit dem Einfassstreifen und oben drauf das zweite Stoffstück, rechte Seite nach unten.

Wer Wonderclips besitzt, kann jetzt alles fixieren. Ich hab keine und achte beim Nähen einfach darauf, dass sich die Lagen nicht verschieben. Notfalls gehen aber sicher auch Büroklammern.
Genäht wird füßchenbreit einmal rundherum, oben eine Wendeöffnung lassen oder die obere Kante gar nicht schließen.
Dann werden die Ecken vorsichtig zurückgeschnitten und das Teil gewendet. Je nachdem wie dick euer Vinyl ist, kann das etwas kniflig werden. Wenn ihr vorsichtig bei kleiner Temperatur einmal drüber bügelt, geht’s etwas leichter ;)

Ich bügle die Nahtzugaben der Wendeöffnung vorsichtig nach innen, bevor ich sie schließe. Dabei darauf achten, dass das Vinyl unten liegt.

Zum Schluss wird rundherum noch einmal knappkantig abgesteppt und dabei die Wendeöffnung geschlossen. Ihr könnt aber auch einfach nur die obere Kante schließen, dann müsst ihr nicht direkt über das Vinyl nähen.

Wenn ihr (wie ich ) keinen Teflonfuß für eure Nähmaschine habt, könnt ihr euch mit einem Streifen Masking Tape behelfen. Dazu einfach das Tape unter den Nähfuß kleben und eine kleine Aussparung lassen in dem Bereich, wo die Nadel durchsticht.
Damit haftet das Vinyl auch nicht mehr am Füßchen und wird wie normaler Stoff transportiert :)

Jetzt werden nur noch die Ösen eingeschlagen und dann könnt ihr die Fächer auch schon befüllen und an eurem Ring befestigen. 

Fertig ist euer kleinen „Nadelbuch“ :)

Mein Heftring hat einen Durchmesser von ca. 2 cm. Die 6 Fächer passen da gerade dran, wenn man mehr Fächer benötigt, sollte man sie vielleicht auf mehrere Ringe verteilen.

 
Auf geht’s zum Creadienstag und HoT :)

Übrigens – ich habe noch immer 3 freie Plätze bei den kleinen Nettigkeiten. Einfach hier entlang ;)