Shirt Else

Shirt Else

27. März 2018 21 Von Ronja

[Werbung da Markennennung]

Nach der Elsbag die Else. Seit ich beschlossen habe, dass mein Outfit auch namenstechnisch zueinander passen soll, fällt mir die Auswahl der Schnitte viel leichter. Nein, Spaß beiseite. Einfacher Zufall!

Also, heute mal was neues. Ich hab mir in den Kopf gesetzt, ein schlichtes Langarm-Shirt zu nähen. Ich trage im Alltag eigentlich immer schlichte Langarm-Shirts oder Pullis ohne irgendwelchen Schnickschnack. Am liebsten Uni. Muster bei Kaufkleidung gefallen mir meistens einfach nicht, außerdem sind meine Röcke fast alle gemustert. Also zwei gute Gründe für Uni.

Also machte ich mich auf die Suche nach einem Schnitt. Schlicht, am liebsten mit U-Boot-Ausschnitt oder wenigstens nicht zu tiefer Rundhals. Körpernah, aber nicht zu eng geschnitten. Die Auswahl hielt sich eher in Grenzen. Favorit war die Frau Marlene von Fritzi Schnittreif. Gut möglich, dass ich das Shirt auch noch nähen werde. Nachdem ich aber nochmal auf meinem Pinterest Board gestöbert habe, entdeckte ich Else wieder. Als Kleid- und Shirt-Version. Die Entscheidung war also gefallen, schon allein weil ich auch gern Kleider trage. Außerdem ist Else ja irgendwie alles. Mehrere Rock- und Ausschnittvarianten, Kragen oder Kapuze sind möglich.

Das Ebook gibt es immer für zwei Größen. Nachdem ich mich vermessen habe, hab ich mich für 38+40 entschieden und zunächst Größe 40 gedruckt, geklebt, geschnitten. Die erste Else (konnte heute nicht abgelichtet werden, weil in der Waschmaschine) hab ich nämlich aus wunderbarem Jaquard-Sweat genäht. So ein richtig gemütliches Material. Weil das etwas dicker ist als Jersey hab ich mich für die größere Größe entschieden. Das Ergebnis war dann eher so mittelgut, was aber definitiv an mir liegt und nicht am Schnitt oder der Anleitung. 

(Der folgende Absatz hat nichts mit meinem gezeigten Elsenshirt zutun und kann wahlweise übersprungen werden)

Weil: Ich habe mich für ein Shirt mit U-Boot-Ausschnitt entschieden, der mit Beleg genäht wird. Für den Beleg wird Stretch-Vlieseline benötigt, sagt die Anleitung. Brauch ich nicht, denk ich mir. Ging auch gut zu nähen. Da ich für den Beleg aber Jersey verwendet habe, rollt der sich dauernd hoch, schlabbert und will wieder aus dem Ausschnitt raus, was sehr nervig ist. Außerdem habe ich das Shirt einfach zu kurz zugeschnitten. Mal eben schätzen klappt nicht immer. Dann hab ich versucht da Bündchen und danach Rollbündchen dran zu nähen in Kontrastfarbe, um noch ein bisschen Länge rauszuholen. Ebenso an den Ärmeln. Sah doof aus.  Im Übrigen war das Shirt gerade im Brustbereich auch viel zu schlabberig. Ich hab also ewig dran rumgebastelt und das Shirt verschlimmbessert, bis ich mich entschieden habe, die Bündchen wieder abzutrennen, die Kanten einzuschlagen, abszusteppen und damit zu leben. Alles in allem habe ich fast einen ganzen Tag daran gesessen. Wie gesagt, das Shirt ist jetzt okay. Ich werde es tragen, weil es super gemütlich ist und ich den Stoff mag und vielleicht zeige ich es hier auch nochmal. 

Was ihr hier seht, ist also Else Nr. 2.
Diesmal in Größe 38, mit Dreiviertel-Ärmeln und wieder mit U-Boot-Ausschnitt mit Beleg. Diesmal hab ich auch Stretch-Vlieseline besorgt. Man ist ja lernfähig.
Größe 38 passt soweit ganz gut, nur die Ärmel sind zu eng, was man auf den Bildern auch deutlich erkennt. Das sieht man aber nur, das Tragegefühl ist super. Die nächste Else also in 38 mit Ärmeln in 40. Da muss ich noch ein bisschen am Schnitt basteln.  

 

Das Shirt hab ich beim zweiten Mal dann extra lang zugeschnitten, angezogen und dann die Länge abgesteckt. So gefällt mir das. Das Shirt ist nun hinten ein wenig länger und der Saum ganz leicht gerundet.

Der Ärmel ist noch nicht gesäumt, sondern einfach nur zweimal umgeschlagen. Das gefällt mir so gut, dass ich das so lassen werde. Evtl. noch mit ein paar Handstichen so fixieren.

Damit ich vorne und hinten direkt erkenne (ich hab bei Anproben tatsächlich oft das Shirt falschrum angezogen und mich über die schelchte Passform geärgert!) hab ich noch ein kleines Label gebastelt und hinten eingenäht.
Das fixiert auch gleichzeitig den Ausschnittbeleg hinten, auch wenn der mit der Vlieseline schon sehr gut in Form bleibt beim Tragen.

Den Fuchs kennt ihr ja schon. Ein Stück weiße Baumwolle habe ich auf Vlieseline H200 gebügelt und dann bestempelt und mit einfachem Geradstich aufgenäht. Ich hoffe, dass das auf Dauer beim Waschen nicht zu sehr ausfranst.

Mit dem Uni-Shirt ist es, wie man sieht, auch nichts geworden. Deswegen dazu auch Jeans. Auf beides wurde ich schon angesprochen, positiv :) Ich bin also stolz und zufrieden, auch wenn keine der beiden Elsen perfekt geworden ist. Aber da wird sicher jedes Shirt besser. Meine ersten Taschen sind auch kein Vergleich zu denen, die ich heute nähe. Lernen, entwickeln und üben üben üben.

Gelernt habe ich: Ja, ich kann auch Shirts nähen! Folglich auch Kleider, weil: Shirts kann ich, Röcke kann ich. Einfache Logik. 
Und zweitens: Folge der Anleitung. Experimente sind gut, aber nicht zwingend beim ersten Mal.

Schnitt: Else von Schneidernmeistern in Größe 38

Und damit heute zum Creadienstag und HoT.

Habt einen schönen Tag!