Meine unmotivierte Bellona

23. Februar 2016 7 Von Ronja

Kennt ihr den Moment, in dem ihr ein Nähprojekt fertig stellt und ganz überrascht seid, dass es tatsächlich ein richtiges brauchbares Teil geworden ist?
So ging es mir gestern.
Den Taschenorganizer „Bellona“ hab ich seit Erscheinen des Freebooks auf dem Schirm. Letzte Woche habe ich mir eine neue Tasche genäht, mit ganz minimalistischem Innenleben.
„Bellona“ stand also nichts mehr im Weg.

Eigentlich hatte ich so gar keine Lust gestern, aber weil ich es mir vorgenommen habe und am Wochenende bis dahin sehr  nähfaul war, hab ich mich doch überwunden.
Ganz planlos hab ich losgelegt und Stoffe zugeschnitten, zu nähen angefangen und wusste gar nicht so recht, was ich eigentlich wollte. 
Zum Einsatz gekommen ist mal wieder eine ungeliebte Hose und – um das Upcycling zu vervollständigen – für den Innenstoff eine alte Kissenhülle.
Hauptsächlich hab ich mich für diese Stoffe entschieden, weil ich mit einer mittelschweren Katastrophe gerechnet habe.
Tatsächlich hat sich das Nähen auch so angefühlt. So unsauber und krumm hab ich lange nicht genäht, war unzufrieden und hatte eigentlich gar keine Lust auf die Stoffe. Aber da kann ich dann auch stur sein, schließlich hab ich ja schon angefangen.
Als die letzte Naht gemacht war, hab ich mir das Stück ganz erstaunt angeschaut. Gefällt mir ja doch ganz gut so :)

Eine kleine Änderung am Schnitt hab ich vorgenommen: Das Freebook sieht die beiden Einstecktaschen für Innen vor. Damit ich im Inneren des Organizers mehr Platz habe, hab ich aber nur auf einer Seite Einstecktaschen angebracht, dafür aber noch 2 Extrafächer außen.

Außerdem hab ich den Karabiner weggelassen, da ich so eine Vorrichtung schon in meine Tasche integriert habe.

Den Reißverschluss habe ich zu kurz gewählt. Ich hab mir vor dem Nähen keine großartigen Gedanken gemacht und so nach und nach Material zusammengesucht und zugeschnitten und dann irgendwann gemerkt, dass ich keinen ausreichend langen RV in passender Farbe hatte. Find ich aber weniger dramatisch.

Im Großen und Ganzen bin ich also doch recht zufrieden (vor allem wenn man bedenkt, wie unmotiviert ich dabei war), auch wenn ich es das nächste mal lieber „richtig“  und schön machen werde.
Der Organizer verschwindet ja eh in meiner Tasche, da sieht man ihn auch nicht.

Ich habe die mittlere Version  gewählt, die passt für mich perfekt und es geht auch ordentlich was rein. Ob dadurch jetzt wirklich mehr Ordnung in meiner Tasche herrscht und ich nicht dauernd nach Dingen suche, wird sich wohl erst noch zeigen.

Jetzt geh ich mir lieber weiter wirklich schöne Sachen angucken, beim Creadienstag, HoT, und im Anschluss schau ich noch bei TT-Taschen und Täschen vorbei.
Außerdem verlinke ich meine „Bellona“ beim Upcycling :)