Jahresrückblick

Jahresrückblick

26. Februar 2019 1 Von Ronja

Wie jetzt, Jahresrückblick? Ja, genau. Zwischen den Jahren war im Offline-Leben einfach zu viel anderes wichtig, da hatte ich für den Blog gar keinen Kopf. Januar und Februar waren auch noch voll mit zeit- und gedankenfressendem Zeug. Aber jetzt, nach ein paar hellen Tagen und nachdem ich etwas Ballast abgeworfen habe, möchte ich wieder richtig starten.

Das letzte Jahr war ein gutes Jahr, das weiß ich noch. Eine kleine Reise durch den Blog bestätigt mir das, auch wenn ich streckenweise lange nicht so aktiv war, wie in den Jahren zuvor. Da war dieser lange und wahnsinnig heiße Sommer, die neue DSGVO und mein Umzug zu WordPress, der irgendwie immernoch nicht so richtig abgeschlossen ist.

Zu Beginn des letzten Jahres habe ich mir einen neuen Schwung waschbarer Kosmetikpads und dazu passend einen Beutel zur Aufbewahrung genäht. Seitdem nutze ich auch ausschließlich diese Pads und bin sehr zufrieden. Nach dem Abschminken spüle ich sie unter warmen Wasser aus, so kann ich sie mehrfach verwenden, bevor sie imWäsc henetz eine Runde in der Waschmaschine drehen.

Besonders stolz war ich auf das Comic-Täschchen, bei dem ich Papier mit Lamifix beschichtet habe, das für einen Freund entstanden ist. Tatsächlich ist es immernoch jeden Tag in Benutzung und hält wunderbar zusammen, auch wenn es natürlich schon einige Gebrauchsspuren ausweist.

 

Täschchen habe ich in diesem Jahr so viel genäht, wie nie zuvor. Allerdings habe ich nur einen kleinen Teil davon hier gezeigt, viele sind direkt in den DaWanda und später Etsy Shop gewandert. Von diesem hier konnte ich mich allerdings noch nicht trennen, irgendwie.

 

 

2018 war für mich auch das Jahr, in dem ich „wirklich“ begonnen habe, Kleidung für mich zu nähen. Nicht nur sporadisch, sondern regelmäßig und gezielt. Auf jeden Fall habe ich mehr genäht als gekauft. Mittlerweile besteht meine Garderobe aus immer mehr selbstgenähten Teilen, richtig gut.
Die Else von Schneidernmeistern war mein erster Pullover. Ich war ja sehr skeptisch und mit der Passform nicht richtig zufrieden. Mitterweile mag ich den Pulli aber echt gern und es sind noch einige weitere gefolgt. Vor allem ein paar Basicteile, die ich gar nicht gezeigt habe.

 

 

Anders erging es mir mit Jolanda, dem locker luftigen Blusenshirt. Da hatte ich direkt befürchtet, dass ich es nicht oft tragen würde und so war es dann auch. Zu große Muster, der Schnitt passte nicht wirklich zu mir. Dabei gefallen mir sowohl Stoff als auch Schnitt, nur eben an mir nicht. Jolanda hat mich dann auch wenig später verlassen. Das ist okay, ich hab daraus gelernt.

 

 

Im Frühjahr habe ich ein paar Tage in Berlin verbracht, wo ich natürlich die Gelegenheit genutzt habe, den Frau Tulpe Stoffladen zu besuchen. Es war zwar nur ein kurzer Besuch, aber der hat sich für mich richtig gelohnt. Gekauft habe ich dort nämlich einen Petrolfarbenen superweichen Babycord, den ich direkt vernäht habe. Den Stoff und den daraus entstandenen Rock hatte ich schon lange im Kopf und ich bin mit dem Ergebnis super zufrieden. Ich glaube, der Rock ist eins meiner meistgetragenen Kleidungsstücke überhaupt.

 

 

Mein bis dahin aufwändigstes Taschenprojekt war die Elsbag, eine super tolle Tasche aus genialem Material. Ich hab sie das ganze vergangene Jahr getragen und heiß geliebt. Mittlerweile sieht man ihr das auch an, aber macht ja nichts. Da die Farbe manchmal nicht sehr kombinierungsfreudig ist, steht aber noch eine weitere auf dem Plan dieses Jahr, ganz schlicht in Schwarz.

 

 

Die Kosmetiktasche „Oh, Valentin!“ von Freuleins ist letztes Jahr in mein Badezimmer und Reisegepäck eingezogen. Obwohl sie schon seeehr bunt und kindlich geworden ist, hab ich mich noch nicht dran sattgesehen. Die Größe und weite Öffnung haben sich auch als praktisch erwiesen.

 

 

Bunt waren auch meine Sommerkleider dieses Jahr. Ich hab insgesamt drei Kleider aus dem Kimono Tee Schnitt von Maria Denmarkt genäht (und nur zwei hier gezeigt, merke ich gerade. Das dritte schummel ich mal mit rein ;)

 

 

Alle drei hab ich im Sommer gerne und viel getragen. Gestempelt und gestickt habe ich letztes Jahr tatsächlich kaum, aber das bin ich gerade wieder an ein paar Sachen dran, die ich hoffentlich bald zeigen kann :) Der Eisbär liegt immernoch unvernäht im Nähzimmer. Irgendwie ist mir dazu nichts passendes in den Sinn gekommen. Noch nicht.

 

Ein paar Utensilos hab ich mir für die Wohnung genäht. Die sind auch alle in Benutzung. Im letzten Jahr hab ich wenig überflüssiges genäht. Die meisten Dinge sind wirklich regemmäßig in Benutzung und auch wenn ich mal Lust hatte, hab ich mir überflüssige Näherei öfter verkniffen.

 

 

Nach der Elsbag wollte ich nochmal einen „richtigen“ Rucksack nähen und dann kam der Probenäh-Aufruf von Hansedelli zu Roana, einem richtig klassischen Rucksack. Wahrscheinlich wäre ich das Projekt ohne den leichten Druck nie angegangen. Roana war dann auch das für mich bisher schwierigste und aufwändigste Projekt, aber hinterher war ich super stolz und hab mich gefreut in so einer tollen Gruppe genäht zu haben. Lisa und die Probenäherinnen waren so sympathisch, dass ich da jederzeit gern wieder dabei wäre. Aktuell arbeitet Lisa übrigens an den Versionen „Roano“ und „Roani“, eine größere und eine Mini-Version von Roana.

 

 

Besonders stolz war ich auch auf mein Kleid „Tuva“ von Kreativlabor Berlin, das ich in einer wintertauglichen Version aus kuschelweichem Shetland Flanell genäht habe. Das ist auch so ein absolutes Lieblingsstück aus dem letzten Jahr, das ich im Winter gern getragen habe.

 

 

So gern, dass ich mir schon ein Sommerkleid nach dem Schnitt genäht habe. Zeig ich bald :)
Außerdem freue ich mich darauf, dieses Jahr mein etwas zu spät genähtes Sommerkleid nach eigenem Schnitt zu tragen. An warmen Herbstagen konnte ich es noch ein paar mal anziehen, aber für den Winter war der leichte Stoff einfach nicht geeignet, auch nicht mit Jäckchcne drüber.

 

Die Robot-Gentleman-Else konnte ich aber auch an kühlen Herbsttagen noch gut tragen. Hier mal wieder Gelb, mittlerweile recht häufig vertreten in meiner Gardeobe. Das hätte ich nie gedacht.

 

 

Für die liebe Tina Blogsberg hab ich in Zusammenarbeit mit Makini die Kosmetiktasche Hera probegenäht. Makini hat dafür Material bereitgestellt und ich hab zumindest teilweise ein Mini Charm Pack vernäht. Mit dem schlichten Ergebnis bin ich richtig zufrieden. Patchwork muss nicht immer bunt sein.

 

 

Für den Shop hab ich mich teilweise aber richtig bunt ausgetobt. Mag ich ja auch ab und an sehr. An und für sich sind die Täschchen ja nichtmal soo bunt, nur alle zusammen.

 

Und immer mehr japanische Stoffe sind in mein kleines Sortiment eingezogen. Ich mag Stil und Qualität einfach unglaublich gern.

Und was steht dieses Jahr an? Mehr Basics auf jeden Fall. Gerade für die kühlere Jahreszeit. Außerdem arbeite ich gerade an einem kleinen Projekt, das mir sehr am Herzen liegt. Sonst habe ich mir nur wenige Ziele gesetzt und mit guten Vorsätzen hatte ich es sowieso nie. Mir selbst weniger Druck machen, wäre vielleicht ein sinnvoller. Vielleicht klappt das sogar.

Habt eine sonnige Woche :)

 

Verlinkt: Creadienstag, HoT