Ich nehm euch mit

Ich nehm euch mit

24. April 2018 6 Von Ronja

In mein Nähzimmer. Das habe ich letzten Herbst bezogen und große Pläne gehabt. Die habe ich auch immernoch, können aber warten.

Es ist absoluter Luxus für mich, jetzt einen Raum zu haben, in dem ich nähen und werkeln kann und hinterher einfach die Tür schließen, das Chaos liegen lassen. Das hab ich vorher auch oft gemacht, hat mich aber selbst genervt.
Und weil ich selbst so gerne bei anderen gucke, zeige ich euch heute, wo ich nähe. Und auch ein bisschen, weil ich die perfekt ordentlichen und durchgestylten Nähzimmer, die man auf Pinterest und in diversen Facebook-Gruppen bestaunen kann, nicht mehr sehen mag. Das sieht alles toll aus. Sauber, ordentlich und aufgeräumt. Und gleich.

 

Und natürlich ist auch bei mir gerade aufgeräumt. Da kam mir der Gedanke, endlich mal Fotos zu machen. So sieht es aber nicht immer aus. Ich gehöre leider zu den Menschen, die sich um Ordnung bemühen müssen. Andere scheinen das ja im Blut zu haben. Eine gewisse Grundordnung existiert aber schon, wenn für alles ein Platz da ist.

Als ich im Oktober das Zimmer zur Verfügung bekam und ich aus meiner Nähacke im Wohnzimmer umziehen konnte, sind dort erstmal nur vorhandene Möbel eingezogen. Anderes hatte Vorrang.

Stoffe sind in einer Kommode untergebracht, kleinere Reste von Webware und Vlies in durchsichtigen Boxen, grob nach Farbgruppen sortiert. Daneben größere Stücke und Precuts. Auf zurechtgeschnittene Pappen gewickelt. Das System hatte ich schon, als ich noch im Wohnzimmer genäht habe und es hat sich bewährt. In den Schubladen sind dann größere Stoffe, Uni-Webware meistens und mittlerweile auch verschiedene Jerseystoffe.

 

 

 

Das folgende improvisierte Gebilde sind zwei alte Expedit Regale, 4er und 8er, einfach zusammengestellt. Im Moment dient es mir sowohl als Stauraum für so ziemlich alles (Kunstleder, Vliese, Schnittmuster, Stempel, Farben, Bastelzeug … ), als auch zum Zuschneiden. In dem gelb-weießen Boxen sammle ich kleinere Stoffreste, im Blumentopf daneben gerollte beschichtete Stoffe. Ideal ist anders, aber es ist okay.

 

 

Genäht wird hier. Ganz einfach. Die wichtigsten Sachen hab ich natürlich direkt am Tisch. Stoffklammern, Nadeln, Nähzubehör und Stifte. Dazu meine Thread Catcher Utensilos.

 

 

In den kleinen Rollwagen bewahre ich unter anderem diverse Knöpfe, Taschenzubehör und Reißverschlüsse auf. So wenig dekorativ sie auch sind, sind sie unglaublich praktisch.

 

 

Mein liebstes Stück im Nähzimmer ist allerdings der Garnrollenhalter. Er ist perfekt, bis auf die Tatsache, dass er ein Einzelstück ist. Ein zweiter wäre mittlerweile nämlich wirklich praktisch. Farben die ich nicht so häufig verwende, sind in einer seperaten Box untergebracht.

 

 

Da ich im Nähzimmer das beste Licht in der Wohung habe, werden dort auch die Fotos für Blogbeiträge macht. Eine Wand ist bisjetzt weitestgehend frei, dort steht nur mein Bügelbrett, das ich schnell verschieben kann. Lange hatte ich nur das kleine Schrank-Bügelbrett von Ikea, dass man leicht verstauen kann. Über mein richtiges Bügelbrett bin ich aber sehr glücklich. Es ist doch deutlich stabiler und komfortabler. Auf dem Bild gerade nackig, weil Bezug in der Wäsche.

Besonders schätze ich auch mein Bügeleisen, das ich sowohl kabellos als auch mit Kabel benutzen kann. Beides hat Vorteile!

 

 

Einiges wird noch geändert werden in den nächsten Monaten. So einen richtigen Plan habe ich noch nicht. Eine Arbeitsplatte und einen erhöhten Zuschneidebereich soll es geben und Leisten zum Aufhängen der wichtigsten Werkzeuge. Die Gestaltung ist noch offen.

Und eure Nähplätze?

Meinen zeige ich beim Creadienstag und HoT.